Sonntag, 2. Juni 2013

[Rezi] Sunday Girl von Isabel Ashdown

                                   Inhalt                                  

Es ist ein kühler, windiger Tag im Januar, als Sarah nach East Selton zurückkommt. Mehr als zwanzig Jahre ist es her, dass sie den Ort ihrer Kindheit und Jugend verlassen hat. Sarah ist zu einem Jahrgangstreffen ihrer Schule eingeladen, und sie weiß, dass sie alle wiedersehen wird. Die Lehrer, die Mitschüler, Dante, den coolen Schwarm aller Mädchen, und vor allem Kate und Tina, ihre damals beste Freundinnen, mit denen sie im Jungendclub zu Blondie, ABC und Bananarama getanzt und über peinliche Jungs gelästert hat. Und alle werden wissen wollen, warum sie damals Hals über Kopf aus Selton verschwunden ist, von einem Tag auf den anderen. So kehren Sarahs Gedanken zurück in das Jahr, in dem ihre Kindheit endete. Zurück zu dem Ereignis, das ihr Leben für immer veränderte …






                                                 Charaktere                                               
 
Sarah ist ein ruhiger Charakter, fließt einfach mit dem Strom. Sie glaubt an Gerechtigkeit und tritt für die Schwachen ein. Ihre Mutter ist sehr früh gestorben, weshalb sie kaum Erinnerungen an sie hat. Deshalb lebt sie auch mit ihrem Vater, der schon 60 Jahre alt ist, und ihrem Hund alleine zusammen. Sarah arbeitet am Wochenende und in den Ferien in der örtlichen Drogerie.
Kate und Tina sind Sarahs beste Freundinnen. Kate
ist total oberflächlich und herablassend. Sie orientiert sich nur am Aussehen anderer Personen und nicht am Charakter. Sie mobbt jeden, sogar ihre Freundinnen. Durch ihre gemeine Art verletzt sie sehr viele.

Tina wächst in einer Großfamilie auf und muss oft auf ihre kleinen Geschwister aufpassen. Obwohl sich ihre Familie nicht viel leisten kann und ihre Kleidung deshalb nicht immer dem neuesten Trend entspricht, ist sie trotzdem mit Kate befreundet, die in einem großen Haus wohnt und viel Geld für Kleidung, Schminke etc. ausgibt. Obwohl sie dem Leser zunächst als graue Maus erscheint, hat sie jedoch sehr viel Charakter.
John ist der Sohn der Drogeriebesitzerin. Auch wenn Sarah ihn nur während der Arbeit trifft und sich ansonsten nicht wirklich für ihn interessiert, kann ich doch sagen, dass eigentlich er ihr bester Freund ist.




                                               Meine Meinung                                             
 
Das Buch wurde nicht, wie üblich, in Kapitel eingeteilt. Es findet nur eine Abgrenzung zwischen Herbst-, Frühjahr- und Sommertrimester statt. Dadurch sind die drei Teile der Geschichte sehr lang, aber trotzdem durch viele Absätze, die den Szenenwechsel ankündigen,  gut zu lesen und man kann das Buch auch getrost unterbrechen.
Die Erlebnisse von Sarah werden aus ihrer Sicht mit Hilfe der personalen Erzählsituation berichtet. Dabei kann man immer ihre Gedanken und Empfindungen in der jeweiligen Situation
nachvollziehen.
Am Anfang des Buches wird kurz erzählt, dass Sarah im Januar 2010 zu einem Jahrgangstreffen fährt und dort alle ehemaligen Klassenkameraden wiedertreffen wird. Es wird zunächst nur der Weg mit John dorthin beschrieben. Dann wird auf
das Jahr zurückgeblickt, als Sarah 15 Jahre alt war. Dabei wird erzählt, wie es war in den achtziger Jahren erwachsen zu werden. Zum Schluss beinhaltet die Handlung, wie Sarah viele Personen aus ihrer Schule wiedertrifft und wie diese und sie selbst sich verändert haben. Viel kann ich über den Inhalt des Buches nicht sagen, ohne zu Spoilern:
Es erzählt davon, in einer Kleinstadt aufzuwachsen und dort seinen eigenen Weg zu finden. Die Geschichte wurde immer passend mit Albernheiten unter Freundinnen, Amüsieren und sich Lustig machen über Lehrer, Partys, Lästern unter Freundinnen, Jungsgeschichten und nachmittäglichen Treffen in einem Café „gewürzt“. Auch viele andere Aspekte, die in die Geschichte eingewebt wurden, finde ich sehr gut gewählt. So bekommt z. B. ein Mädchen aus Kates, Tinas und Sarahs Jahrgang mit 15 ein Kind und wird für die drei Freundinnen und allen anderen zum Gespött der Stadt.
Der Schreibstil ist sehr angenehm, sodass sich der Leser schnell durch die Geschichte bewegen kann. Man liest einfach immer weiter, weil die Spannung so hoch ist und man unbedingt wissen möchte, was Sarah in diesem Jahr alles erlebt hat.




                                                       Fazit                                                      
 
Eine Geschichte über das Erwachsenenwerden in den achtziger Jahren und dessen vielen Komponenten, wie Jungen, Partys und Lästereien, beinhaltet „Sunday Girl“. Dabei fliegt der Leser durch die Seiten, die von einem Jahr voller positiver wie auch negativer Geschehnisse in Sarahs Leben erzählen, nur so dahin.

 5 von 5 Buchstabenhaufen

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